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Jesus Für Zweifler Christian Nürnberger

Jesus Für Zweifler

Christian Nürnberger

Published 2007
ISBN : 9783579069678
272 pages
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 About the Book 

Was geschieht nach dem Tod? Diese Frage stellt sich jeder Mensch. Die Antwort hängt davon ab, ob wir an Gott glauben oder nicht. Christian Nürnberger hatte seinen Kinderglauben verloren und sein Theologiestudium abgebrochen. Doch dann bemerkte der Journalist, dass ihm die Heilige Schrift mehr sagen möchte: Seiner heutigen Überzeugung nach erzählt die Bibel eine große Freiheits- und Emanzipationsgeschichte. Beispiel Exodus: Nürnberger zufolge trägt die Flucht der Juden aus Ägypten die Idee der Gleichheit aller Menschen in sich -- und das zu einer Zeit, als ringsherum hierarchische Gesellschaften mit teils gewalttätigen Gottesvorstellungen dominierten. Dass die Bibel überlebte, verdanke sie einem „Überlebenscode“, vermutet Nürnberger und fragt weiter: „Es hat eine Weile gedauert, bis die Sinaigesetze bei uns angekommen sind. Könnte es nicht doch daran liegen, dass Gott seine Hand im Spiel gehabt hat?“Mit seiner sehr persönlichen Bibel-Exegese lehnt sich Nürnberger an die Lehre von Rudolf Bultmann an. Bereits vor über einem halben Jahrhundert konstatierte der Theologe, dass die Bibel Glaubensaussagen im Kleid des Mythos träfe. Heute sind diese Annahmen Teil der historisch-kritischen Methode, die Nürnberger zufolge auch Islam und Koran gut zu Gesicht stünde.Was das Leben im Alltag anbelangt, wendet sich Nürnberger gegen „aberwitzigen Esoterikquatsch“. Ihm stellt der Journalist die fruchtbare europäische Geistesgeschichte entgegen, die den christlichen Glauben als zentralen Teil unserer Kultur begreift. Nürnberger setzt sich zudem für eine liberale Erziehung und demokratische Werte ein. Und Wandel müsse durch radikale Selbstveränderung begründet werden, wie dies vorbildlich die „Integrierte Gemeinde“ vorlebe.Trotz zahlreicher grundsätzlicher Überlegungen mutet Nürnbergers Argumentation letztendlich sehr persönlich an. Sein religiöser Optimismus nährt die Hoffnung, dass mit dem Tod doch nicht alles vorbei sei. Mit dieser Annahme wiederum unterscheidet sich Nürnberger nicht sonderlich von den frömmelnden Menschen im fränkischen Dorf seiner Jugend. So gesehen hat sich Nürnbergers Glaube gar nicht so stark verändert, aber seine Argumente wurzeln wesentlich verzweigter als früher. --Herwig Slezak